Ansturm

Er saß in seinem Zimmer und starrte auf das Flackern des Fernsehers. Durch das Fenster an der gegenüberliegenden Wand sah er die letzten Sonnenstrahlen verschwinden. Er wusste, dass die Zeit bald kommen würde, vor der er sich so sehr versteckt hatte. Ein Blick auf die Uhr bestätigte sein ungutes Gefühl.

Er vernahm Schritte außerhalb des Hauses. Stimmen, unverständlich und bedrohlich, wie er fand.

Stille.

Die Klingel ertönte und schrille, mechanische Melodien wurden gespielt. Er war wie betäubt, als hätte man ihm eine Pfanne ins Gesicht gehauen, anschließend seine Gedärme aus dem Körper gezogen und sie in genau dieser Pfanne gebraten.

Stille.

Das Vibrieren seines Handys spürte er neben sich, doch konnte er sich nicht bewegen. Das brauchte er auch nicht um zu wissen, dass sie es waren. Es war als ständen nach seinem Blut gierende Ungeheuer vor seiner Tür.

Stille.

Eine Art Scharren an der Tür und das Geräusch eines Schlüssels der in das Schloss gesteckt wurde. Langsam drehte er sich und entriegelte Stück für Stück die Tür. Der Moment schien sich ewig ziehen zu wollen. Seine Atmung ging stoßartig und Schweiß perlte seine Stirn hinab.

Dann fielen sie ein.

„Überraaaschung! Alles Gute zum Geburtstag, altes Haus!“

Wären es doch nur die nach Blut gierenden Ungeheuer gewesen.

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