Das kleinere Übel


Du wachst auf, liegst im Bett. Piepsen des Weckers. Blick auf die rot-leuchtenden Zahlen. Ein Flackern?

Du stehst auf und schaust auf die Straße. Verdächtig unverdächtig aussehende Nachbarn. Du kennst keinen von ihnen. Als du dich vom Fenster wegdrehst wirst du das Gefühl nicht los, beobachtet zu werden. Du schließt die Vorhänge, das Licht nimmt ab, das Gefühl nicht.

Du gehst die Treppe nach unten. Das Bild an der Wand. Die Augen des Mannes scheinen wach. Sie wirken immer so wach. Wacher als deine es je waren und sein werden.

Du nimmst deinen Hund und verlässt das Haus Richtung Park. Blicke im Nacken. Du schaust dich um, doch siehst sie nicht. Du spürst sie auf dir ruhen, bei allem was du tust. Es wird dunkel. Der Tag ist bereits vorüber. Die Augen deines Hundes leuchten im Dunkeln und starren. Sie starren dich an.

Zurück im Haus. Ein Baum wankt bedrohlich. Schatten huschen vor deinem Fenster. Du wachst auf. Piepsen des Weckers. Blick auf die rot-leuchtenden Zahlen. Ein Flackern? Du nimmst das Messer und stichst zu.

Du wachst erneut auf. Du bist im Gefängnis. Zum Tode verurteilt.

Glück gehabt.

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