//Part 6: Rückkehr//

Als er die eisernen Hallen betrat, war sein Unbehagen groß. Er hatte zwar einen Drachen gefangen, den Makel jedoch nicht ausmerzen können. Zusätzlich nagte der Verlust von einem Dutzend seiner Krieger an ihm. Das wird dem Leiter nicht gefallen. Mit einem tiefen Atemzug und all seinen Mut zusammennehmend, klopfte er an dem Tor des Leiterzimmers.
„Tritt ein!“
vernahm er die donnernde Stimme des Leiters
„Hast du den Makel zerstört?“
wurde er während er den Raum betrat bereits gefragt.
„Nun, n-nein“
stammelte er
„Aber..ich habe seine Schwäche gefunden!“
versuchte er sich zu verteidigen
„Dieser Drache, oh Leiter!“
Doch statt Lob grollte es zornerfüllt unter der Maske hervor
„Schwächling! Wie konntest du erneut versagen?“
„Unsere Schwester war bei ihm, oh Leiter!“
Es schien als wäre der Leiter beim Aussprechen dieser Botschaft zusammengezuckt
„Unsere Schwester?“
fragte er und machte eine Pause
„Das wäre nur ein weiterer Grund zu zerstören!“
Mit einem Satz stand er unerwartet vor ihm und eine wohlige Wärme bereitete sich in der Nähe des Herzens aus. Er blickte zitternd an sich herab und erblickte den schwarzen Griff des Dolches aus seiner Brust herausragend. Seine leibliche Hülle wurde schwach und sank in sich zusammen. Bevor er sich vollends in das Reich der Toten verabschiedete hörte er den Leiter noch sagen
„Aus dieser Zerstörung wird dieser Taugenichts von Bruder sich nicht regenerieren können. Und nun zu dir kleiner Drache. Du wirst einen feinen Köder für das letzte meiner Probleme abgeben. “

Vera wirkte niedergeschlagen als sie sich auf den Weg ins metallene Zuhause machten. Dubium versuchte ihr Trost zu spenden, indem er sie in die Arme schloss, doch war ihm klar, dass er ebenso Trost suchte. Er konnte zwar keinen physischen Schmerz erleiden, doch ihm war bewusster denn je, der wahre Schmerz war geistiger Natur.

Sie erreichten eine grasbewachsene Anhöhe, von der sie bereits das metallene Zuhause erblicken konnten. Vera schaute ihm tief in die Augen und sprach:
„Ich werde einen Zauber auf dich wirken, womit du die gemachten Menschen vernichten kannst. Doch du musst aufpassen, du bist verwundbar.“
Man sah ihr die Sorge im Gesicht an, und obwohl er wusste, dass es um seinen Tod ging, bereitete diese Sorge ihm gegenüber, eine wohlige Wärme in seiner Magengegend. Knarzend öffneten sich die Tore und Massen von schwarzhäutigen Produkten marschierten hervor. „Was ist da los?“
fragte er ohne eine Antwort zu erwarten. Nachdem in etwa 300 Krieger und Kriegerinnen das Tor durchquert hatten, zeigte sich der Leiter. Die rote Robe hob ihn von dem Rest der dunklen Gestalten in krassem Kontrast ab und eine bedrohliche Aura schien ihn zu umgeben. In der Hand hielt er in einem rostigen Käfig Drache!
„Wir müssen ihn befreien!“
rief Dubium voll Zuversicht, trotz Anblick der überwältigenden Übermacht. Hatte er eine Mahnung Veras erwartet, so wurde er überrascht. Sie sprach leise, aber überzeugt:
„Holen wir uns Drache zurück.“

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